Fastenzeit

Seit langer Zeit sind die 6 Wochen zwischen Fastnacht und Ostern in unserem Kulturkreis als Fastenzeit benannt. In Zeiten ohne Supermarkt ergab sich das Fasten meist von ganz alleine, wenn die Vorräte aus dem eigenen Anbau aufgebraucht waren. Dann wurde mit dem, was der Keller noch hergab, gekocht. In unserer heutigen Zeit ist das unvorstellbar, im Gegenteil, vor lauter Überfluß wissen wir oft nicht mehr, was wir eigentlich brauchen und was uns gut tut.

Für eine gesunde und ausgeglichene Ernährung braucht es nicht hunderte Produkte, die größtenteils industriell gefertigt sind und kaum noch etwas mit den ursprünglichen Lebensmitteln zu tun haben. Es ist eine alltägliche Lösung geworden, teilweise ganze Mahlzeiten mit sogenannten Convenienceprodukten zu kochen. (convenience=Bequemlichkeit)

Die Fastenzeit und ganz besonders das bewußte Fasten, sei es Basenfasten, Fasten nach Buchinger oder einer anderen Methode bieten uns die Möglichkeit, unsere Essgewohnheiten mal wieder auf Null zu stellen. Dabei wird der Körper zusätzlich gereinigt und von vielen Altlasten befreit. Ein hoher Konsum von tierischem Protein, Zucker und Zusatzstoffen in den Lebensmitteln sind für den Körper nur schwer auszugleichen. Wenn seine Kapazität nicht ausreicht, die Proteine und Kohlenhydrate abzubauen, lagert er sie im Gewebe und den Gelenken ab. Das führt dann häufig zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, hoher Blutdruck, Arthrose oder Gicht. Durch eine gesunde Ernährung und immer wieder Zeiten des Fastens kann man sehr gut solche Erkrankungen vermeiden oder wenn schon vorhanden, wieder besser in den Griff bekommen.

Durch das Fasten wird der Darm entlastet und die Darmflora kann sich regenerieren. Das ist auch für unser Immunsystem wichtig, da ein großer Teil unserer Abwehrzellen im Darm gebildet wird. Gerade in der aktuellen Situation ist das ja von großer Bedeutung.

Es gibt inzwischen viele Studien zum Thema Fasten, die den positiven Effekt beweisen. Professor Michalsen von der Charite und Professor Valter Longo sind zwei führende Mediziner in der Forschung auf diesem Gebiet.

In der momentanen Zeit des Lockdowns wird immer wieder argumentiert, dass wir im Moment eh schon auf so vieles verzichten müssen, dann nicht auch noch aufs Essen. Ich finde es im Moment einfacher als sonst, zu fasten. Es gibt keine Familienfeiern, weniger Termine und so bleibt zum einen mehr Zeit für mich und zum anderen gibt es viel weniger Versuchungen.

Seit drei Tagen läuft jetzt der erste Fastenkurs LEICHTerLEBEN, wir sind insgesamt 10 Frauen und ein paar Ehemänner, die im Hintergrund mitfasten. Ich faste momentan mit der Gruppe mit, was mir in einem normalen Alltag sicher nicht möglich wäre. In diesem Kurs nutzen wir die Methode des Basenfastens, d.h. alle säurebildenden Lebensmittel werden weggelassen. Es bleiben drei Mahlzeiten am Tag mit Obst, Gemüse, Kräutern, pflanzlichen Ölen und Nüssen. Daraus kann sich jeder leckere Gerichte kochen, entweder ganz frei aus einer großen Liste von Lebensmitteln oder anhand von Rezepten. Wir treffen uns jeden Tag online, mal für theoretische Grundlagen, mal zum Yoga üben. Es werden Fragen besprochen zum Ablauf, für Befindlichkeitsstörungen Lösungen gesucht und sich ausgetauscht, wie es geht.

Das wichtigste beim Basenfasten sind frische, reife und saisonale Lebensmittel, am besten noch beim Hofladen vor der Haustüre gekauft. Es gibt inzwischen so viele kleine und große Hofläden, die ihre Produkte frisch und vor Ort anbieten, da findet man viele Möglichkeiten, eine gute Qualität, oft sogar bio einzukaufen. Unterstützend gehören zum Basenfasten auch der Leberwickel, die Darmreinigung, genügend Bewegung an der frischen Luft.Yoga bietet eine wunderbare Ergänzung, durch Meditation entsteht Klarheit, durch die Atemübungen wird der Körper über die Lunge gereinigt und durch die Asanas wird dein Körperbewusstsein geschult.

Nach dem Fasten geht es dann darum, sein Essverhalten wieder neu auszurichten. Welche alten Gewohnheiten sollen weg, was willst du Neues in deine Mahlzeiten und den Tagesablauf integrieren? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmer an den letzten beiden Tagen des Kurses.

Dann steht dem Start in den Frühling nichts mehr im Weg.

Neugierig geworden ? Am 12.03.21 startet nochmal ein Kurs LEICHTerLEBEN online. Wenn du Interesse oder Fragen hast, melde dich jederzeit gerne bei mir.

Ich wünsche die eine gute Zeit

Anke

Ein Kommentar zu “Fastenzeit

  1. Hallo zusammen,
    Ich war beim ersten online-Fastenkurs dabei und kann ihn nur weiterempfehlen 👍😃
    Anke hat ihn toll vorbereitet, liebevoll gestaltet und uns erstklassig unterstützt! Wir hatten eine gute Gruppe zusammen, es war nur schade dass wir uns nicht real treffen durften.
    Auch nach mehreren Teilnahmen an den Fastenkursen habe ich wieder viel neues gelernt und bekanntes aufgefrischt. Durch die morgendlichen Einheiten kommt man entspannt und gut in den Tag.
    Vielen lieben Dank nochmal an Anke und die Gruppe für eine Fastenwoche die ich super gut durchhalten konnte 😍
    Ganz liebe Grüße
    Susanne

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